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14. Thuner
Literaturfestival
1. – 3.
März 19



 

19. August 16

Lesung und
Gespräch
mit Fiston Mwanza
Mujila

Vernissage Lesebuch
Maria Lauber:
Trummer und
Nadja Stoller

Rathaus, Thun
19.00 Uhr


Fiston Mwanza Mujila

Fiston Mwanza Mujila wurde 1981 in Lubumbashi, Republik Kongo, geboren. Nach Stationen in Belgien und Deutschland lebt er heute in Graz und Wien. Mwanza Mujila schrieb bisher Gedichte, Prosa und Theaterstücke. Sein erster Roman Tram 83, erzählt die Geschichte aus einer heruntergekommenen afrikanische Grossstadt. Wer hierher kommt, hat ein Ziel: Geld zu machen, egal wie. Das Tram 83 ist der einzige Nachtclub der Stadt und ihr pulsierendes Zentrum. Verlierer und Gewinner, Profiteure und Prostituierte, Ex-Kindersoldaten und Studenten – sie alle treffen in dieser Höhle aufeinander, um zu essen, zu tanzen, um sich zu betrinken und sich zu vergessen. Hier, an diesem von Kriegen und Korruption gezeichneten Ort treffen sich auch zwei ungleiche Freunde: Lucien, der Schriftsteller, der auf der Flucht vor Erpressung und Zensur bei seinem neuen Freund Requiem Schutz findet, der sich wiederum durch das Leben gaunert. Rhythmisch und rau erzählt Mwanza Mujila ihre Geschichte. Für dieses Romandebüt bekam er bereits zahlreiche internationale Preise.

Fiston Mwanza Mujila spricht deutsch und verfügt über eine außergewöhnliche Bühnenpräsenz. Seine Lesungen sind ebenso einzigartig wie seine Art zu schreiben.

Moderation: Raphael Urweider


Maria Lauber:
Trummer und
Nadja Stoller

Die Frutigtaler Dichterin Maria Lauber (1891–1973) gilt als bedeutende Vertreterin der Mundartliteratur des 20. Jahrhunderts. Ihre Texte sind eng verbunden mit ihrer Lebensmitte: der Landschaft, der Natur, der Familie, den Menschen und ihrer Sprache. Sie wurde 1891 geboren und verstarb 1973 in Frutigen. In Bern hat Maria Lauber eine Ausbildung zur Primarlehrerin absolviert und anschliessend an verschiedenen Schulen im Berner Oberland unterrichtet. Sie unternahm ausgiebige Wanderungen in der Schweiz und mehrere Reisen in Europa, wobei sie häufig mit dem Fahrrad unterwegs war. Maria Lauber schrieb Gedichte, Erzählungen, Romane und Sagen in Mundart und in Hochdeutsch und erhielt für ihr literarisches Werk den Buchpreis der Schweizerischen Schillerstiftung sowie Ehren- und Literaturpreise der Stadt und des Kantons Bern.

Christoph Trummer hat seit 2004 acht Alben veröffentlicht, seit 2007 mit berndeutschen Texten. 2011 hat er den Preis der Fondation SUISA gewonnen für sein ausserordentliches Werk ans Singer/Songwriter. Pedro Lenz nennt ihn einen der „ganz wenigen Schweizer Künstler, die Songs auf einem derart hohen Niveau nicht bloss schreiben und komponieren, sondern auch vortragen können.” Zuletzt erschienen von ihm das CD Buch Heldelieder und das im Alleingang eingespielte Album Loryplatz.

Als Solokünstlerin sucht Nadja Stoller das Unbequeme, die Herausforderung. So entstand zuletzt Earthbound. Mit Banjo, Piano, Keytar und Autoharp hat sie sich seit ihrem Paris-Stipendium des Kantons Bern und dem daraus entstandenen Alchemy (2011) als eigenwillige Solokünstlerin etabliert. Zuvor ist sie lange Jahre als Sängerin in verschiedenen Jazz- und Popformationen durch die Lande getourt. Seit 2008 ist sie auch als Bandmitglied bei Trummer auf der Bühne und im Studio.

 

Die Buchvernissage wird umrahmt von einem Gespräch mit Barbara Traber und Erich Blatter über Leben und Werk von Maria Lauber. Frutigdeutsche Texte liest Ueli Schmid.