Catalin Dorian Florescu
Catalin Dorian Florescu ist in Rumänien geboren und floh mit seinen Eltern 1982 nach Zürich, wo er heute lebt. Er studierte Psychologie und Psychopathologie und arbeitete bis 2001 in einem Rehabilitationszentrum für Drogenabhängige. Seit 2001 ist er freier Schriftsteller, der für seine Bücher schon viele Preise erhalten hat, zum Beispiel 2002 den Chamisso Förderpreis der Bayrischen Akademie, der wichtigste Preis für Autoren, die deutsch schreiben, jedoch eine andere Muttersprache haben, oder den Anna-Seghers-Preis für deutsche Literatur.
In seinen Romanen wie „Wunderzeit“, „Der kurze Weg nach Hause“ oder „Zaira“ erzählt er in bildhafter und sinnlicher Sprache Lebensgeschichten, die berühren und von einem wachen Blick für das Besondere zeugen. Dabei schöpft er aus einem unendlichen Fundus an persönlichen Erfahrungen, aber auch aus einer nie versiegenden Fantasie. Nicht von ungefähr wurde Catalin Dorian Florescu ein erzählerisches Naturtalent genannt, seine lebendigen und farbenfrohen Geschichten erzählt er in einer Sprache, die so nah dran am Leben sind, dass es beinah weh tun kann.
Nach „Wunderzeit“, legte Florescu „Der kurze Weg nach Hause“ vor, ein Entwicklungsroman im eigentlichen Sinne, in dem der Protagonist mit einem Freund nach langer Zeit in die Heimat Rumänien zurückfährt, eine Heimat, die er damals fluchtartig verlassen musste. Er schöpft dabei aus seinen reichen Erfahrungen, und auch in den beiden neuesten Büchern „Der blinde Masseur“ und „Zaira“ lässt Catalin Dorian Florescu Welten aufleben und entstehen, die duften, wie es zuhause duften müsste, wenn die Protagonisten denn ein Zuhause hätten.
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