Wilhelm Genazino

Wilhelm Genazino

Wilhelm Genazino (*1943) lebt in Frankfurt. Seine Romane, bspw. die Trilogie: „Abschaffel“, „Die Vernichtung der Sorgen“ und „Falsche Jahre“; „Ein Regenschirmfür diesen Tag“ oder „Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman“ finden breiten Anklang im deutschsprachigen Raum wie auch international: sie wurden ins Englische, Französische, Spanische, Italienische und Russische übersetzt. Genazino wurde für sein Schaffen vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Kleist-Preis und dem bedeutenden Georg Büchner-Preis. Dreh- und Angelpunkt seiner Bücher ist die Alltäglichkeit, poetisch beschrieben und zugleich analytisch erörtert, so dass anstelle ihrer vermeintlichen Banalität das menschliche Sein schlechthin thematisiert wird. In seinem neuesten Roman „Das Glück in glücksfernen Zeiten“ entführt er die Lesenden in die Innenwelt eines tragischen Helden, dessen ratlose Seele an der Grobheit der Realität zu verkümmern droht. Skurrile Zukunftspläne, schonungslose Selbstreflexionen und Beobachtungen des scheinbar Belanglosen charakterisieren diese typische Genazino-Figur. „Ich wundere mich, warum meine Melancholie und der Rest der Welt so gut zueinander passen“ verkündet der Protagonist – und beschert seinem Publikum grösstes Lesevergnügen, wenn nicht gar ein Stück Glück.