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Jürgen Becker (fällt aus)

 

– Leider abgesagt –

Aus gesundheitlichen Gründen kann Jürgen Becker die Reise in die Schweiz nicht antreten. An seiner Stelle liest Jonas Lüscher.

 

 

Jürgen Becker, (*1932 in Köln), hat nach dem Abitur ein Germanistikstudium aufgenommen, als Lektor und als Hörspielleiter beim Radio gearbeitet und den Suhrkamp-Theaterverlag geleitet.

1964 debütierte er mit Felder, einem unkonventionellen Text, dessen topographische Struktur literarische Gattungen in Frage stellt, und der von der Wirklichkeit und davon, was sie im Bewusstsein anrichtet, handelt. Auf Beckers seither stetig wachsender Publikationsliste finden sich Gedichtbände, Hörspiele, Erzählungen oder Romane wie der autobiographische Geschichtsroman Aus der Geschichte der Trennungen. Beckers jüngere Werke sind oftmals mit dem Zusatz „Journal“ versehen – seine Journalromane und Journalsätze zeugen von einer beharrlichen Spurensuche in Gegenwart und Vergangenheit, von einer unablässigen Auseinandersetzung mit all dem, was jetzt da ist.

Über die Jahrzehnte hat sich Jürgen Beckers literarische Stimme gewandelt, denn jedes neue Buch ist der Versuch, der Gegenwart mittels Sprache auf die Spur zu kommen – einer behutsamen, genauen Sprache. Auf diese Weise hat auch die Zeit mitgeschrieben an Beckers Werk, das von Eindringlichkeit geprägt ist, ohne jemals aufdringlich zu sein.

Jürgen Becker ist Mitglied in hochkarätigen Institutionen wie der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Seit 1960 wurde er regelmässig zu den Treffen der Gruppe 47 eingeladen, deren Preis er 1967, am letzten Treffen der Gruppe, erhielt. Es folgten viele weitere, hochangesehene Literaturpreise, zuletzt 2014 der Georg-Büchner-Preis.

 

Moderation: Tabea Steiner

 

HIN­WEIS: Im Saal ist eine in­duk­tive Hör­an­lage in­stal­liert.

 



Foto: © Jürgen Bauer