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Andy Fischli

In Andy Fischlis (*1973 in Glarus) Zeichnungen einzutauchen heisst, sich auf Skurrilitäten einzulassen, in absurd anmutende Geisteswelten geführt zu werden und dabei eigenartigen Charakterköpfen zu begegnen. Etwa einem cholerischen Koch (in Ein Eingeklemmtes, 2011), dem Einarmigen unter den Jägern, dem jähzornigen Orion, mit dem man auf erfolglose Hatz ins Unterholz steigt (in Eins führt zum Andern, 2015) oder auch dem personifizierten Schlendrian (in Fast alles, 2005) – Fischlis Figuren führen eigenwillige Existenzen und sind direkt dem Leben entnommen: Sie lieben und leiden und vor allem scheitern sie, wie wir es – nur zu gut – von uns selber kennen.

Fischli versteht es, in wenigen, harten Linien einfache, aber detail- und phantasiereiche Gedankenuniversen zu skizzieren. Dabei ist auch die Auseinandersetzung mit Sprache, mit Metaphorik und Symbolik beachtenswert, die den Zeichnungen und Illustrationen einen sprachphilosophischen Impetus verschafft.

Andy Fischlis Werke waren bereits in verschiedenen Gruppen- und Einzelausstellungen (u.a. Fumetto Luzern, Lausanne, Zürich, Basel, Winterthur) zu sehen. Sie sind in verschiedenen Medien (u.a. WOZ, Surprise, Strapazin, u.v.m.), Anthologien und in – unterdessen sieben – eigenen Werkbänden zu bewundern. Im Rahmen des 12. Thuner Literaturfestivals zeigt Andy Fischli Illustrationen, Zeichnungen und Comicstrips in der Ausstellung, er führt am Samstag durch Werk und Ausstellung und signiert am Sonntag im Café.

 

Ausstellung: Alte Oele, Thun

 

Werkschau und Gespräch: Samstag, 25. Februar 2017, 17.30 Uhr, Theater Alte Oele, Thun
Moderation: Benjamin Schlüer 

HIN­WEIS: Im Saal ist eine in­duk­tive Hör­an­lage in­stal­liert.

 

Signierstunde: Sonntag, 26. Februar 2017, 15.00 Uhr, Café/Bar Alte Oele, Thun