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14. Thuner
Literaturfestival
1. – 3.
März 19



 

ännet: Kathy Zarnegin & Felix Philipp Ingold

ännet* ­- Literarische Begegnungen zum Thema Heimat und Sprache

Was ist Heimat? Wie fühlt sich Heimat an? Und was hat Sprache mit Heimat zu tun?
Das Literaturprojekt «ännet*» schickt die Basler Lyrikerin und Schriftstellerin Kathy Zarnegin auf eine Reise durch die Sprachregionen der Schweiz, wo sie im Gespräch mit Schweizer Autor*innen ebendiesen Fragen nachgeht.

In Thun ist sie mit dem Basler Schriftsteller und Übersetzer Felix Philipp Ingold zu Gast.

Kathy Zarnegins Romandebüt Chaya erzählt die Geschichte eines jungen Mädchens, das im Iran der 70er Jahre von Europa träumt und den sehnlichsten Wunsch hegt, Schriftstellerin zu werden. Wie ihre unerschrockene und freiheitshungrige Protagonistin ist auch Zarnegin als junge Frau in die Schweiz gekommen, hat ihre Muttersprache hinter sich gelassen und in der deutschen Sprache eine neue Heimat gefunden. Gemeinsam mit Felix Philipp Ingold – der als Übersetzer nicht nur Worte, sondern vor allem auch Gefühle, Gerüche, ja, ganze Welten in eine andere Sprache überträgt und Wortkonstellationen über die Sprachgrenzen trägt – versucht sie herauszufinden, was es heisst, sich in einer fremden Sprache auszudrücken, diese so gut zu lernen, zu verinnerlichen, dass man mit ihr arbeiten kann, dass sie Zugang schafft zu einer anderen Kultur, dass sie Vertrauen schafft, dass sie ein Gefühl des zuhause Seins vermittelt, dass sie eine neue Heimat sein kann.

Kathy Zarnegin (*1964 in Teheran) hat in Basel Philosophie studiert und ist promovierte Literaturwissenschaftlerin. Sie arbeitet als Lyrikerin, Übersetzerin, Essayistin, Psychoanalytikerin und ist amtierende Präsidentin des Internationalen Lyrikfestivals Basel. 2017 erschien ihr Romandebüt Chaya bei weissbooks.

Felix Philipp Ingold (*1942 in Basel) ist emeritierter Professor für Slawistik, Lyriker, Schriftsteller, Publizist und Übersetzer; u.a. übertrug er Werke von Edmond Jabès, Fjodor Dostojewskij, Ossip Mandelstam und Marina Zwetajewa ins Deutsche. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen gehören der Petrarca-Preis für literarische Übersetzung und der Preis der Schweizerischen Schiller-Stiftung. Zuletzt erschien sein Gedichtband Niemals keine Nachtmusik im Ritter Verlag. Felix Philipp Ingold lebt in Zürich und Romainmôtier VD.

 

 

* Schweizer Mundart für jenseits, gegenüber

 

Im Theater Alte Oele ist eine induktive Höranlage installiert.