Literaare

Literaare

News


    

14. Thuner
Literaturfestival
1. – 3.
März 19



 

16. März 05

Klaus
Merz





Klaus Merz

Seit seinem Debüt mit dem Lyrikband Mit gesammelter Blindheit von 1967 beschenkt der Aargauer Schriftsteller Klaus Merz (*1945) seine Leserinnen und Leser in abwechselnder Folge und auf einander spiegelnde Weise mit dringlicher Lyrik – zuletzt erschien Aus dem Staub(2010) – und verdichteter, stimmungsreicher Prosa, hinter deren sprachlicher Geschliffenheit und Präzision immer wieder der gewandte Lyriker hervorlugt. Inhaltliche und sprachliche Konzentration, formale Komprimierung und bewusste Reduktion kennzeichnen auch Merz’ erzählerisches Werk. In seinen eindrücklichen und anrührenden Erzählungen wie Jakob schläft (1997), Los (2005) und jüngst demArgentinier (2009) spielen Vergänglichkeit, Tod und Trauer eine zentrale Rolle. Pathos ist diesen Texten aber fremd: Es ist vielmehr ein nuancierter, oft nur andeutender und versöhnlich sanfter, ja heiterer Umgang des Erzählers mit seinen Stoffen, der jedem Abschied seinen Neubeginn zu entlocken vermag, so dass am Ende des Argentiniers gar nichts anderes stehen kann als die Aufforderung zum Tango-Tanz und damit zum Leben. Für sein Gesamtwerk wurde Klaus Merz 2012 mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis ausgezeichnet. Wer die poetische Schönheit seines literarischen Schaffens nochmals Wort für Wort und Bild für Bild nachverfolgen möchte, dem sei die seit 2011 bei Haymon erscheinende Werkausgabe und der Besuch des Literaare-Eröffnungsabends am 1. März in Thun wärmstens empfohlen.